Leo von Klenze ist einer der bedeutendsten Architekten des Klassizismus. Er wurde in einem kleinen Ort im Harz geboren und ging mit 16 zum Architekturstudium nach Berlin. Die Bauten der Antike hatten es ihm besonders angetan und er unternahm mehrere Italienreisen, um seine Kenntnisse vor Ort zu erweitern.
Mit dreißig Jahren zog er nach München und wurde Hofarchitekt von König Ludwig I. von Bayern. Dieser wollte aus München eine prächtige Stadt machen und beauftragte Klenze mit der Umgestaltung. Klenzes Bauwerke waren klassizistisch und nahmen die Prinzipien der antiken Baukunst auf. Gleichzeitig waren sie sehr modern und dienten als Vorbilder für viele weitere Gebäude dieser Epoche. Klenze plante sie so, dass sie sich in die bestehende Stadt und Landschaft gut einfügten.
Auch außerhalb Münchens hatte Klenze viele Aufträge - vor allem in Bayern, aber auch in Athen und St. Petersburg. Zar Nikolaus I war so begeistert von der Alten Pinakothek in München, dass er Klenze beauftragte, für ihn die Neue Eremitage zu bauen.
Im Klassizismus orientierte man sich erneut am Vorbild der klassischen Antike.
Glyptothek, München, 1816 – 1830
Alte Pinakothek, München, 1826 – 1836
Monopteros im Englischen Garten, München, 1830 - 1836
Neue Eremitage, St. Petersburg, 1839 - 1852